• Ulrich Thaidigsmann

Mercedes sein – aber sich als Opel fühlen. Vom mangelnden Selbstbewusstsein regionaler Banken.


Der Vorstand und ich hatten es befürchtet. Doch waren wir total froh über diese Erkenntnis: das „Hauptproblem“ der Bank ist nicht der Kunde und das Marktumfeld. Es ist fehlender Stolz und mangelndes Selbstbewusstsein der Führungskräfte und Mitarbeiter.

Was ist passiert? Nach einem Generationswechsel im Vorstand ist die strategische Weiterentwicklung der Bank in vollem Gange. Aber immer wieder waren solche Glaubenssätze der eigenen Mannschaft im Raum, die bremsten:

  • "Wir haben im Vergleich zum Wettbewerb kein gutes Image, weil wir in der Vergangenheit zu träge und zu sicherheitsorientiert waren."

  • "Wir hatten einiges an Personalwechsel, da muss beim Kunden erst wieder Vertrauen entstehen."

  • "Unsere Beratungsqualität ist ausbaufähig. Das dauert und bringt nicht sofort Geschäft."

Waren es Ausflüchte oder echte Wachstumsbremsen? Der Vorstand wollte es wissen: Wie sieht der Kunde die Marke der eigenen Bank? Wofür stehen wir, wie werden wir gesehen? Welche Qualität empfindet er? Damit ein Abgleich von Fremdbild und Eigenbild möglich war, durften auch alle Mitarbeiter dieselben Fragen beantworten: Was glauben wir Mitarbeiter: wie sieht uns der Kunde?

Die Ergebnisse waren extrem aufschlussreich. Im Kern lauteten sie:


  • Die Kunden spiegelten zu weiten Teilen eine Regionalbank, die sie als „Premium-Auto“ mit hoher Beratungsqualität und großer Weiterempfehlungsbereitschaft wahrnehmen. Vermeintliche Selbstverständlichkeiten bilden aus Kundensicht einen wertvollen Markenkern.

  • Die Mitarbeiter hingegen sahen sich eher in einem VW- oder Opel-Autohaus beschäftigt. Sie bewerteten den (vermuteten) Kundenblick VIEL kritischer als er in der Realität war.

Was konnte Besseres passieren? Man kann nur erahnen, wie viel Potenzial in dieser Erkenntnis steckt!

Hören wir auf, uns immer schlechter zu machen,

als wir aus Kundensicht sind!

An der Mitarbeiter-Haltung zu arbeiten ist deutlich leichter und kurzfristiger möglich, als Sichtweisen von Kunden zu verändern. Deshalb waren diese vermeintlich schwierigen Botschaften eine eher freudige Nachricht.

Mangelndes Selbst-Bewusstsein und ein fehlendes

Markenverständnis als großer Ansatzpunkt für Erfolg!

Jeder im Unternehmen braucht ein passendes (!) Maß an Stolz, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Dies kann nur entstehen, wenn man sich als regionale Genossenschaftsbank oder Sparkasse seines tatsächlichen Markenimages und seiner Leistungen bewusst ist. Und zwar nicht pauschal, sondern für das eigene Haus in der eigenen Region! Wofür stehen wir aus Kundensicht, wie werden wir wahrgenommen? Um daraus die richtigen Rückschlüsse für die Mitarbeiter und Berater abzuleiten. Ich bin wer … und biete Mehrwert! Kunden spüren diese Haltung, wenn sie authentisch ist. Und kaufen gerne bei solchen Menschen. Es geht nicht darum, überheblich aufzutreten. Aber sich auch nicht kleiner zu machen als nötig.

Welcher Hebel im Thema "Wahrnehmung der eigenen Marke" für die Marktbearbeitung und die G+V steckt, kann man leicht erahnen. Denken Sie einfach an bekannte Marken, deren Kernbotschaften und Preisgestaltung!

Sie fragen sich, wie Ihre Ausgangssituation in Ihrer Genossenschaftsbank oder Sparkasse ist? Und welche Chancen Ihr heutiges Markenimage Ihnen bietet? Es ist kein Hexenwerk, das herauszufinden.

Ich freue mich auf unser Gespräch dazu.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Ulrich Thaidigsmann

Consulting für Entscheider, www.thaidigsmann.de, Mail: ulrich@thaidigsmann.de

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