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Das Jahr des Kostendrucks – 7 spannende Thesen und 35 teilweise ungewöhnliche Kosten-Hebel!

Sachkosten explodieren – viele Mitarbeiter fordern höhere Gehälter – gleichzeitig schwächelt das Kreditgeschäft!


Die operative Planung für das laufende Jahr steht. Eines ist sicher: die Kostenseite ist so stark unter Druck wie noch nie. Denn 3 Faktoren kommen aktuell gleichzeitig zusammen und sind eine explosive (Kosten-)Mischung für überplanmäßige Ausgaben:

  1. Faktor „Knappes Personal fordert mehr Geld“: „Chef, ich brauche mehr Gehalt! Jetzt. Sonst bin ich weg! Headhunter rufen hier dauernd an.“

  2. Faktor „Externe (IT-)Dienstleister, Versorger & Co.: „Leider kommen wir aufgrund der gestiegenen Preise und Energiekosten nicht umhin, unsere Preise zu erhöhen.“

  3. Faktor „Neugeschäft“: „Als Vertriebsleiter habe ich noch nie ein so eingebrochenes Kreditgeschäft erlebt!“


Was kann eine Führungsmannschaft gegen den diesjährigen Kostendruck tun?

Auf den ersten Blick wenig:


Zu 1.: Gehaltserhöhungen in breitem Stil ablehnen? Keine gute Idee in Zeiten von Arbeitskräftemangel. Dann sind viele gute Leute bald weg und kein adäquater Ersatz in Sicht. Freie Stellen sparen zwar auch Geld ;-), schaffen aber noch größere Probleme, wie z.B. Überlastung und Demotivation der Verbleibenden.


Zu 2.: Ein beträchtlicher Teil dieser Sach-Kosten ist kaum oder wenig beeinflussbar, da oft „gottgegeben“.


Zu 3.: Das Neugeschäft pushen? Geht (nur) ein Stück weit, solange das Zins- und Marktumfeld sich noch nicht wieder neu justiert hat.


Bisher steuern viele Manager das Thema „Kosten“ hauptsächlich über diese 3 Hebel:

  • Personalkapazitäten-Planung (Anzahl Mitarbeiter)

  • Gehaltsgefüge (wer kriegt wieviel?)

  • Sachkosten-Budgets (wer darf was und wieviel genehmigen?)


Doch es gibt eine Reihe weiterer, großer Erfolgshebel, um Kosten zu sparen.

10 Erfolgskategorien mit insgesamt 35 Kostenhebeln bieten Chancen!


In dieser Auflistung habe ich Ihnen 10 Erfolgskategorien mit (bitte aufklappen!) insgesamt 35 Kostenhebeln dargestellt. An allen 35 Punkten können Sie ansetzen, um Ihre Kostensituation absolut oder relativ zu verbessern. Die Liste ist sicher nicht vollständig, soll Ihnen aber wertvolle Impulse liefern, wo Sie in Ihrer Bank (noch) ansetzen können. Lassen Sie die Punkte einmal in Ruhe auf sich wirken. Ich erspare mir ausführliche Erläuterungen dazu. Bei Fragen dürfen Sie sich gerne melden.

1. Strategie

2. Strukturen

3. Prozesse, Produkte

4. Vergütung

5. Kapazitäten / Auslastungssteuerung

6. Richtlinien und Kompetenzen

7. Kultur - unternehmensweit -

8. Kultur - in jedem Team -

9. Führung / Kommunikation

10. Der einzelne Mitarbeiter

Hier können Sie das Schaubild als Grafik herunterladen:

202301 Schaubild Kosten
.pdf
PDF herunterladen • 131KB

Meine 7 Thesen, Erfahrungswerte und Überzeugungen zum Thema „Kosten“:


  1. Ihre Strategie bestimmt maßgeblich Ihre Kostenstruktur. „Der operative Kampf um den richtigen Liegestuhl auf dem falschen Strategie-Schiff“ wird viel Geld kosten.

  2. Kosten sind immer „relativ“ zu den Erträgen zu sehen. Hat Ihr Haus schon genügend nachgedacht, wofür Kunden (noch alles) zahlungsbereit wären?

  3. Verbandsvergleiche bringen einen wenig weiter. "Hauptsache, wie haben eine bessere Kostenquote als der Durchschnitt im Verbandsvergleich“. Wer so denkt, bremst massiv Innovation und eigene, kreative Lösungsfindung aus. Es geht immer viel mehr, als man glaubt. Überall. Wer will schon „Durchschnitt“? Oder haben Sie zu Hause eine(n) aus Ihrer Sicht mittelmäßig attraktive PartnerIn?

  4. „Kosten sparen“ ist endlich. Der schwäbische Ziegenbauer hat es so erlebt: „Jetzt hatte ich meiner Gais‘ das Fressen endlich abgewöhnt, jetzt ist das blöde Vieh gestorben“.

  5. Wenn „massives Kosten sparen“ die interne Stimmung und Kultur extrem negativ beeinträchtigt, richtet es mehr Schaden an, als es bringt.

  6. Überbordende Budgetierungs- und Kostenplanungsprozesse bringen nur kurzfristig etwas. Denn die Munition (=genehmigte Jahresbudgets) wird auf alle Fälle verschossen, spätestens zum Jahresende. Je größer die Unternehmen, desto mehr Geld kostet das.

  7. Die Kultur der einzelnen Bank ist ein sehr stark unterschätzter Faktor, der die Kosten beeinflusst. Banken mit geringen Kostenquoten zeichnet kulturell oft Folgendes aus: - eine unkomplizierte, unbürokratische Arbeitsweise - ein hohes Maß an gelebtem Vertrauen - über Hierarchien hinweg - wenig formale Regeln - ausgeprägtes unternehmerisches Denken auf allen Ebenen - schnelle Entscheidungen - hohe Innovationskraft und gelebte Kundenorientierung - Stolz und Selbstbewusstsein aller – was sich in mutigen Preisen widerspiegelt

Denn eine solche Kultur bringt mit weniger Personal (und weniger Stressempfinden bei den Mitarbeitern) vergleichsweise mehr wirtschaftlichen Output.


Wo liegen bei Ihnen die großen Kosten-Hebel?

Ich freue mich auf unseren Austausch dazu.


Tipp:

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Herzliche Grüße

Ihr Ulrich Thaidigsmann

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