Danke, Genossenschaftsbanken und Sparkassen, dass es Euch gibt!

Alle schimpfen über „DIE Banken“ und „DIE Bänker“. Zeit für mich als treuer Kunde, Euch Regionalbanken mal Danke zu sagen!


Liebe Genossenschaftsbänker und Sparkässler,


Ihr habt es nicht leicht. Denn in der gesellschaftlichen Beliebtheit kommt das Berufsbild Bankkaufmann/-frau lt. einer Forsa-Studie vom Sommer 2019 auf den 6. Platz. Von hinten! 5 Branchen habt ihr noch hinter euch gelassen: das Schlusslicht „Versicherungsvertreter“ sowie die Berufe „Mitarbeiter Werbeagentur“, „Mitarbeiter Telefongesellschaft“, „Politiker“ und „Manager“. Wobei: alle diese Berufsbilder finden sich bei genauerem Hinsehen auch unter dem Dach Eurer regionalen Bank.


Ach, wie ungerecht!? Wenn man genauer hinschaut, habt ihr als brave regionale Bank die letzten 10-15 Jahre ganz schön darunter gelitten, dass die Großbanken und Investmentbänker aus Renditegier zu oft die Welt und ihre Kunden betrogen haben. Wer wissen will, wie man Steuern hinterzieht (Cum-Ex lässt grüßen) oder Geldwäsche unterstützt (toll gemacht, Deutsche Bank!), findet da aktuell viele Vorbilder.


Aber mal ehrlich: was hat das mit Euch Regionalbanken zu tun (gehabt)? Ziemlich wenig. Ich bin dort seit früher Kindheit Kunde. Dafür konnte ich anfangs nichts. Da waren meine Eltern schuld. Wurde ich bisher einmal übers Ohr gehauen? Oder falsch beraten? Nein. Auch wenn bei Geldanlagen hinterher (!) manche immer alles besser wissen.


Was ich an Euch „Regionalbänker“ schätze?

  • Mit euch kann man reden. Ihr seid da. Heute und in Zukunft. Ob persönlich, telefonisch, per Mail oder chat. Wie es mir gerade passt. Ich spreche nicht nur mit Maschinen und künstlicher Intelligenz, sondern mit echten Menschen und regionalem Dialekt. Gut so.

  • Auch Ihr wollt und müsst etwas verkaufen. Kein Problem für mich. Welches Unternehmen will das nicht. Aber ich habe dabei immer das Gefühl, guten Gewissens „nein“ zu euren Vorschlägen sagen zu können. Und eure Berater profitieren selbst (wenn überhaupt) nur marginal selbst davon.

  • Unternehmern und Unternehmen steht Ihr auch in Krisensituationen zur Seite, wenn es euch irgendwie wirtschaftlich noch vertretbar erscheint. So mancher ist in der aktuellen Corona-Krise froh, einen vertrauensvollen Bänker vor Ort sprechen zu können. Und Privatkunden werft ihr nicht einfach raus, wenn sie für euch nicht mehr rentabel sind.

  • Ihr bietet Arbeits- und Ausbildungsplätze in meiner Region, nicht irgendwo auf der Welt. Das ist viel wert. Mir ist als Laie auch klar: die gesamte Anzahl der Bankmitarbeiter wird schleichend weniger werden (müssen). Aber wer hat schon mal von Entlassungswellen in einer Genossenschaftsbank oder Sparkasse gehört? Ihr macht das sozialverträglich, geräuschlos und hoffentlich ohne Ängste zu schüren.

  • Ihr zahlt in Eurer Region Eure Steuern. Liebe Banken-Bäsher in der Republik: dafür sind ausreichend Gewinne dann doch gern gesehen, oder? Ihr sorgt mit Spenden und anderen Aktivitäten dafür, dass die Region und die Menschen unterstützt werden. Gibt es das bei Großbanken oder Fintechs auch?

  • Für euch ist Nachhaltigkeit nicht ein Modetrend, sondern seit 100-175 Jahren Gründungsauftrag und ganz alltägliche Geschäftsphilosophie. Ihr macht das einfach, ohne groß Aufsehen darum zu machen.

  • Ihr kümmert euch um den digitalen Fortschritt. Manchmal etwas langsam und unbeholfen, aber immer vorwärtsgerichtet und bereit, neue Wege zu gehen.

Auch wenn es sich komisch anhört.

Es muss mal gesagt werden:

DANKE, dass es Euch gibt!



Was ich Euch Regionalbanken für die Zukunft wünsche?

  • Behaltet Euren Stolz, Euren Selbstwert und Eure Bodenhaftung. Ihr bleibt wichtig für die Gesellschaft und für einen Großteil der Bevölkerung: für Eure Kunden!

  • Denkt noch mehr darüber nach, was euren Kunden wirklich hilft. Und schafft dafür kreative Lösungen und nützliche Leistungen.

  • Kommuniziert Euren Mehrwert noch aktiver. Getreu dem Motto: „Tue Gutes, und rede darüber“. Gleiches gilt für notwendige negative Maßnahmen wie Gebührenerhöhungen, Filialschließungen etc. Erläutert den Kunden noch besser die Hintergründe und schafft Transparenz. Wir Kunden haben noch nicht verstanden, wie sich Eure Ertragssituation durch die Null-Zinslandschaft verändert.

  • Bleibt oder werdet innovativ und beschäftigt Euch mit digitalen Themen. Aber ohne dabei den Fintechs nachzurennen und alles kopieren zu wollen.


Behaltet Eure Einzigartigkeit!


So, das wollte ich mal loswerden. Ich muss jetzt weitermachen und höre auf mit Schreiben. Denn Finanzthemen sind für mich etwas, was in meinem Alltag in der Priorität ganz weit hinten kommt. Aber wenn es relevant wird, dann habe ich ja euch als meine Partner vor Ort.


Herzliche Grüße,

Euer treuer Kunde, den es so millionenfach in Deutschland gibt.



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