In 6 Schritten zu einer neuen Gesamtbank-Strategie – worauf Sie unbedingt achten sollten.

Ohne eine klare Strategie gibt es operative Kämpfe um den richtigen Liegestuhl – auf dem falschen Schiff.


„Ach nö, nicht schon wieder eine neue Strategie erarbeiten. Mein Schreibtisch quillt über und die letzte Strategie liegt ja noch (kaum umgesetzt) verstaubt im Schrank. Es weiß eh niemand, was in ein paar Jahren ist.“ So manche Führungskraft hat solche Gedanken, wenn Vorstände neue Strategieprozesse starten. Zugegeben: es wird immer herausfordernder, in diesen volatilen Zeiten einen längerfristigen Blick zu bewahren. Und dennoch ist es wahnsinnig wichtig, „Zielklarheit“ zu haben.


Meine Strategie-Definition:

„Strategie“ ist ein erstrebenswerter Zielzustand. Diesen hat das Unternehmen klar vor Augen und möchte ihn unbedingt schrittweise Wirklichkeit werden lassen. Der emotional positiv belegte Zielzustand zeigt bildhaft auf: „Was ist anders als heute?“


In 6 Schritten zu einer erfolgreichen Gesamtbank-Strategie:

Worauf ist im Strategieprozess zu achten?

  • Als Zeithorizont die nächsten 3-4 Jahre wählen.

  • Immer im Zielzustand denken: — das reduziert persönliche Befindlichkeiten Einzelner — umfassende (SWOT-)Analysen helfen meist wenig weiter bzw. bringen wenig Nutzen

  • Positive Emotionen nutzen: auf welche Veränderungen haben wir Lust? Wo entsteht Energie?

  • Anforderungen der MaRisk-Dokumentation zunächst vernachlässigen. Um die Doku kümmern Sie sich im Nachgang.

  • Auf wenige „Highlights der Veränderung“ fokussieren: was ist dann konkret anders?

  • Möglichst außerhalb der Bankräumlichkeiten tagen und sich extern moderieren lassen.


Was ist bei der erstmaligen Strategie-Kommunikation an die Mitarbeiter wichtig?

  • Einfache, bildhafte Sprache wählen

  • Emotionen wecken/ansprechen, z.B. über Videos

  • Fokus auf Wesentliches! Weniger ist mehr!

  • Das Zielbild mithilfe von Beispielen aus dem Mitarbeiter-Alltag übersetzen / illustrieren

  • In kleinen, persönlichen Austauschrunden die Strategie reflektieren und vertiefen: was heißt das für uns/mich?


„Aufbruch-Killer MaRisk“: Die formalen Anforderungen an einen Strategieprozess sollten Sie zunächst außen vorlassen. Das unterbindet Kreativität. Oder diskutieren Sie bei Ihrer Suche nach dem nächsten Urlaubsziel zuerst die Reise-Rücktrittsversicherung?

 

Zwei Impulse für Ihren Strategieprozess:

Impuls A: Vermeiden Sie Endlos-Themen!

Viele Strategie-Ideen kommen reflexartig und regelmäßig immer wieder hoch.


Beispiel 1:

„Wir brauchen eine neue Kundensegmentierung“: Viel zu häufig werden die Segmentkriterien und Kunde-Berater-Zuordnungen verändert. Das Problem: außer zerstörte Beziehungen ist der wahre vertriebliche Effekt daraus ziemlich gering. Feinjustierungen sind ok. Große strategische Neusegmentierungs-Vorhaben sind meist aufwändige, wirkungslose Kopfgeburten. Sorgen Sie bei solchen Themen aktiv für „Stopp-Schilder“ in der Strategie-Diskussion.


Beispiel 2:

„Wir heben die Potenziale an der Schnittstelle des „Privatkunden als Firmenkunde“: Ideen wie diese sind meist nicht neu, werden aber als neu verkauft. Es gibt hier kein „Erkenntnisproblem“, sondern ein „Umsetzungsproblem“. Sorgen Sie bei solchen Themen für Umsetzungsfortschritt, statt sie immer wieder strategisch neu zu diskutieren.

 

Impuls B: achten Sie auf den richtigen strategischen Fokus

Wo verdienen Sie wieviel Geld? Und wo fließt (heute und künftig) wieviel „Energie“ rein?


Typisches Phänomen:

Geschätzte 80-90 % der Projektressourcen fließen heute in Regionalbanken in das Privatkundengeschäft (inkl. deren Digitalisierung). Der Großteil des DB-III-Ertrags kommt jedoch aus dem Firmenkundengeschäft.


Das Firmenkundengeschäft ist vertrieblich im Bringgeschäft „abgesoffen“, während das Privatkundengeschäft mit halbleeren Beraterkalendern verzweifelt Kampagnen plant.


Wenn Sie als Unternehmer symbolische 100,- Euro Investitionskapital zur Verfügung hätten: Wie würden Sie diese zwischen Firmenkunden- und Privatkundengeschäft aufteilen? Die meisten Unternehmer müssten das FK-Geschäft künftig höher gewichten als heute! Prüfen Sie mit diesem Blick Ihr Projektportfolio und Ihre Personalplanungen.






Sie müssen nicht überall die beste Bank sein. Aber aus Kundensicht das beste Gesamtpaket bieten!






Es grüßt Sie herzlich

Ihr Ulrich Thaidigsmann

 

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Mittwoch, 20. September in Düsseldorf


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